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Niederlassung?

Traumjob mit 80 - 120h / Woche gesucht? Keinerlei unternehmerische Planungsmöglichkeit? Immer am Limit arbeiten? Eine überhöhte Anspruchshaltung Ihrer Mitmenschen bedeutet für Sie eine willkommene Herausforderung? Dann lassen Sie sich nieder!

Das will KEINER mehr machen!

Es reicht!

Wie Sie aus der Presse entnehmen konnten wurden erstmals seit 10 Jahren den Hausärzten nicht mehr alle abgerechneten Leistungen bezahlt. Wir leisten sehr, sehr viel für Sie, was wir gar nicht abrechnen können (#ZeroPayDay - Beispiel der "Flatratemedizin": einen Erwachsenen mittleren Alters behandeln wir für 11,90€ pro Quartal - ob er einmal, zweimal oder zehnmal in die Praxis kommt), bestimmte über die normale Konsultation hinausgehende Leistungen können extra abgerechnet werden, sind aber begrenzt / budgetiert. Wenn von dem, was die Praxis abrechnen konnte, sechs Monate rückwirkend empfindlich Honorar weggestrichen wird, dann fragt man sich, wie man so eine Praxis weiterführen soll.
Von Dankbarkeit und Wertschätzung konnte man noch nie leben, es hat uns aber zumindest moralisch über die ganzen Jahre ohne adäquaten Inflationsausgleich gebracht, - aber auch das macht einer überhöhten Anspruchhaltung und Aggressivität Platz, sodass man sich schon manchmal fragt, für was man das Ganze noch macht?
Warum sich nicht irgendwo anstellen lassen, nicht von Streichungen betroffen sein, sondern von regelmäßigen über die Gewerkschaften erstrittenen Gehaltserhöhungen profitieren können, eine ganz normale 40h Stundenwoche haben oder gar Teilzeit? Wenn ich meine volle Leistung ohnehin nicht bezahlt bekomme, warum dann mehr arbeiten?
Nur, -  wenn die selbstständigen Niedergelassenen (ohne Dienste 60 Stunden, mit Diensten 80-120 Stunden) sich diesen Traum verwirklichen, dann bräuchten wir doppelt so viele Ärzte, und die haben wir nicht!

Welcher Handwerker kommt für eine Flatrate von einmalig 11,90€ in drei Monaten so oft ins Haus wie sie ihn brauchen? Dürfen Sie beim Bäcker 10 Brötchen mitnehmen und der Bäcker bekommt 1.) erst 6 Monate später sein Geld (ohne Zinsen) und erfährt 2.) dass Sie nur 8 statt 10 Brötchen bezahlen?

Wir machen kein Geheimnis draus - für über 25.000€ haben wir im Quartal 4/2023 abrechenbare Leistungen erbracht (neben all den Dingen, die wir unentgeltlich geleistet haben) und sie nicht vergütet bekommen! Doch das ist erst der Anfang. Hochgerechnet auf das laufende Jahr sind das  über 100.000€. Zudem drohen hohe Regressforderungen der Krankenkassen, weil der Arzt den schwarzen Peter hat, bei seinen PatientInnen auch was Verordnungen betrifft (Physiotherapie / Medikamente) das Wirtschaftlichkeitsgebot durchzusetzen - wenn er das nicht schafft, zahlt die Praxis!
Die Gehälter müssen aber weiter gezahlt werden und rundherum sehen unsere Angestellten, dass für gleiche Arbeit die Löhne steigen oder gar Arbeitszeit reduziert wird. VERKEHRTE WELT!
Im Quartal 4/2023 hätten wir doch besser für die gestrichenen 25.000€ weniger gearbeitet und mehr freie Zeit für unsere Familien gehabt, - und unsere PatientInnen wundern sich darüber, wieso sie bei den Fachärzten nur schwer Termine bekommen?? "Dann rufen Sie, Herr Dr., doch beim Kardiologen an, dann geht's schneller" ... hilft leider nichts, denn das Problem ist ja ein ganz anderes: Die Fachärzte sind schon länger von der Budgetierung betroffen und setzen nur um, was die Politik bzw. die Krankenkassen vorgeben: Eine Leistungsbegrenzung! Keiner zahlt gerne mehr Versicherungsbeiträge, der Topf an Geld ist nur begrenzt, es wird aber jedem vorgegaukelt, dass alles so oft, so viel und so schnell man will übernommen wird. Die Ärzte ohne freie Termine oder die ein Krankengymnastikrezept nur jedem 11. Patienten ausstellen können aufgrund der Budgetierung sind nur die Überbringer der schlechten Nachricht, dass unser Solidarsystem in der Gesetzlichen Krankenversicherung allenfalls eine "ausreichende" Versorgung leisten soll UND kann (§12 Abs 1 SGB V). Siehe auch Schulnoten - 1 bis 6.

Wenn sich hier nichts ändert, dann werden auch die Hausärzte die gewollte Leistungsbegrenzung umsetzen müssen und sich von einer sehr guten auf eine ausreichende Versorgung zurückziehen müssen, da wie im Gesetz steht, das Maß des Notwendigen nicht überschritten werden soll - und das wird spürbar sein, bei der Terminverfügbarkeit, bei den Möglichkeiten zur Diagnostik und Behandlung in den Praxen, bei der Größe des Teams, das man sich noch leisten kann, oder auch bei der Wartezeit auf Dinge, die eigentlich NICHTS mit Medizin zu tun haben: Täglich 50cm neue Post auf dem Tisch, etliche Anfragen und Anträge bis in die Nacht ausfüllen.... Ein "Facharzt für Verwaltungswesen" wollte keiner von uns werden und dennoch nimmt die Bürokratie immer weiter zu, wodurch uns weniger Zeit bleibt für das, wozu wir uns eigentlich berufen sehen: Medizin. Vergütet wird das nicht und ein Dankeschön gibts auch nicht, stattdessen: "Jetzt liegt meine Anfrage schon eine Woche beim Arzt! Was für ein Laden ist das?"

Wir brauchen:

  • Weniger Papierkram, mehr Patientenzeit

  • Faire Finanzierung vor allem unseres Personals

  • Funktionierende und nicht nur aufhaltende Digitaltechnik

Für uns bedeutet Nähe, vor Ort die fach- und hausärztliche Versorgung für Sie zu sichern. Notfallversorgung, die Begleitung von PatientInnen mit chronischen Krankheiten, Betreuung in jedem Alter vom Baby bis ins hohe Alter, gute Medizin auf hohem fachlichem Niveau mit breiten diagnostischen Möglichkeiten statt nur Rezepte & Überweisungen ausstellen, obwohl die Praxen dadurch meist keine finanziellen Vorteile haben.

Rundum schließen im Land die Praxen und das wird so weitergehen, weil sich viele der vor allem älteren KollegInnen fragen, wieso sie sich das noch antun, - was die Situation für die verbleibenden Praxen verschärft. Schon lange fragen Patienten aus teils >40km an, ob wir sie betreuen können, weil sie vor Ort keinen Hausarzt finden. Wir haben versucht, dem Trend entgegenzuwirken, durch kooperative Strukturen, ein großes Team und jungen Ärzten die wohnortnahe Versorgung auf einem hohen Niveau zu erhalten.

Um diese besondere Nähe zu Ihnen zu schützen, muss sich aber in der Gesundheitspolitik etwas bewegen. rettet-die-praxen.de

Aktueller "Umsonst-arbeits-zähler":

Was kann ich tun?

  • In unseren Praxen liegen Unterschriftenlisten aus.  Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift in der Praxis!
  • Informieren Sie sich: praxenkollaps.info  /   rettet-die-praxen.de
  • Unterstützen Sie uns durch die Einschreibung in das sogenannte Hausarztprogramm, welches nicht von rückwirkenden Streichungen betroffen ist.

UNSERE IDEE FÜR IHRE GESUNDHEIT ...

ist es, die Zukunft der medizinischen Versorgung auf dem Lande zu sichern. Innovative Formen der medizinischen Versorgung und die fachübergreifende Kooperation zwischen Ärzten und anderen Anbietern von Gesundheitsleistungen unter einem Dach ist unser Konzept hierfür. Wir sind der Meinung, dass die Bevölkerung des Oberen Wiesentals sowohl einen Anspruch auf eine zukunftssichere hausärztliche und notfallmedizinische Versorgung als auch auf therapeutische Angebote rund um die Gesundheit hat. Hierfür setzen wir uns ein. Informieren Sie sich auf unserer Seite über unsere Leistungen, Ausstattung, Räumlichkeiten und die Menschen, die Sie bei Ihrem Besuch im Gesundheitszentrum Todtnau willkommen heißen!


Wichtig: Im Notfall versorgt

Sie sind rund um die Uhr bei gesundheitlichen Problemen versorgt! Aus aktuellem Anlass möchten wir noch einmal daran erinnern, bei welchem Problem Sie sich an welche Stelle wenden können:

Nicht lebensgefährliche Notfälle werktags 8-18h

Ihr Hausarzt. Telefonische Erreichbarkeit sowie etwaige Vertretung veröffentlichen wir mittels Aushängen sowie hier auf der Homepage.

Nicht lebensgefährliche Notfälle nachts, an Feiertagen und Wochenenden

Hausärztlicher Notdienst, erreichbar über 116 117. Zusätzlich gibt es im Landkreis zwei Notfallpraxen und eine Kindernotfallpraxis. Mehr Informationen wie Öffnungszeiten und Adressen erhalten Sie hier.

Lebensgefährliche Notfälle 24h

Rund um die Uhr ist der Rettungsdienst (RTW und Notarzt) über die 112 erreichbar.

Diese Rund-um-die-Uhr Erreichbarkeit fordert von den im Gesundheitswesen tätigen Menschen ein großes Maß an Engagement bis hin zu Aufopferung ab. Deshalb müssen wir auch dringlichst darum bitten, die Strukturen auch so zu nutzen, wie sie vorgesehen sind.

Aktuelle Hinweise über das Tragen von FFP2 Masken in unseren Arztpraxen

Ab dem 7. April 2023 fällt die Maskenpflicht in Arztpraxen weg, nicht jedoch für Patienten mit Atemwegsinfekten.

Wir haben in unserer Praxis das Recht, Hygienemaßnahmen - zu denen auch das Tragen von Masken gehören kann - anzuordnen, um den Schutz anderer Patienten und des Praxispersonals vor Infektionen zu gewährleisten. Dieses Recht ergibt sich aus dem Organisationsrecht der Ärztin bzw. des Arztes für die Praxis, der Pflicht, ein Hygienekonzept vorzuhalten sowie ggf. aus den Schutzinteressen Dritter, denen der Arzt als Garant ebenfalls rechtlich verpflichtet ist. Im Rahmen dessen entscheiden wir hier auch, ob nach den konkreten Gegebenheiten unserer Praxis (z.B. räumliche Gegebenheiten, Vulnerabilität der Patienten) eine FFP2-Maske zu tragen ist oder ob darauf verzichtet werden kann.

Bitte beachten Sie

Arztpraxis

  • Die gesamte Sprechstunde (Todtnau und Schönau) erfolgt nur noch mit vorheriger telefonischer Anmeldung unter 07671-992300. Stellen Sie sich ohne Termin vor und es handelt sich nicht um einen Notfall, der es rechfertigt, alle anderen Patienten MIT Termin warten zu lassen, so werden wir Ihnen einen Termin an der Anmeldung geben.
  • Damit sich nicht allzu viele Patienten gleichzeitig in der Praxis aufhalten, beachten Sie bitte die geänderten Abholzeiten für Rezepte und Überweisungen: 12-13h und 17-18h.
  • Patienten mit Infektionen der Atemwege werden in unseren Praxen ab 1.4.2023 wieder in einer gemeinsamen Sprechstunde mit allen anderen Beratungsanlässen behandelt. Wir bemühen und, die Wartezonen zu trennen und müssen, weil das nicht lückenlos garantiert werden kann, auf dem Tragen einer FFP2 Maske bestehen.