Informationen zu SARS-Cov2 (neuartiges Coronavirus)


Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie grippale Beschwerden wie z.B. Husten, Fieber haben, ist es mittlerweile sehr viel wahrscheinlicher als je zuvor, dass Sie mit dem Coronavirus (SARS-CoV2) infiziert sind. Wie vorauszusehen war haben wir es nicht geschafft, durch eine ausreichende Immunisierung eine gewaltige vierte Welle zu verhindern. Im Sommer wäre genug Zeit gewesen, es musste jedoch sogar teilweise Impfstoff verworfen werden, und nun haben es wieder alle eilig, da sich die Expertenaussage, dass man mit der Erkrankung rechnen muss, schlägt man jetzt die Möglichkeit einer Impfung aus, bewahrheitet. Ohne Impfung gibt es nur eine sehr effektive Maßnahme zur Verhinderung einer Infektion mit dem SARS-CoV2 Virus: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften (AHA+L). Da wir uns jedoch auch (wenn auch selten) geimpft anstecken können, sind diese Maßnahmen weiterhin einzuhalten. Eine konsequente Einhaltung schützt übrigens auch vor anderen Infekten, was wir an der ausgebliebenen Grippewelle 2021 eindrucksvoll gesehen haben.

Die Infektion ist von den Symptomen her nicht einfach von einer Grippe oder einer harmlosen Erkältungskrankheit zu unterscheiden, manch einer hat gar keine Symptome, weshalb die Kosten für Schnelltests asymptomatischer Personen (sog. "Bürgertest") übernommen werden. Wichtig ist wie bislang auch schon, dass Sie mit einer Infektion nicht einfach in die Praxis kommen, sondern sich telefonisch melden, um einen Termin zu vereinbaren.

Zur Testung stehen die sog. Schnelltests und die aufwendigere PCR Testung über das Labor zur Verfügung.

  • Schnelltest / PoC: Das Ergebnis des Schnelltests innerhalb 15 Minuten zu Verfügung, da jedoch die Diagnose sehr abhängig ist, von der Menge des Materials und dem richtigen Ort des Abstrichs, sind diese nicht so empfindlich wie die PCR Untersuchung. Es gibt falsch positive, aber auch falsch negative Ergebnisse.
  • PCR: Der Abstrich wird hier in das Labor eingeschickt und die Erbinformation im Material vermehrt, sodass auch Spuren von SARS-CoV2 nachgewiesen werden können und auch eine Aussage über die Virenlast / Infektiösität getroffen werden kann. Es kann bis zum Eintreffen des Ergebnisses von 24h bis zu 72h dauern, je nach Auslastung der Labore.

Testkriterien für eine PCR-Untersuchung bei symptomatischen Personen (Quelle: RKI): 

  • Schwere respiratorische Symptome (bspw. akute Bronchitis oder Lungenentzündung, Atemnot oder Fieber)
  • Akute Störung des Geruchs- bzw. Geschmackssinns)
  • Ungeklärte Erkrankungssymptome und enger Kontakt mit bestätigter SARS-CoV-2 Infektion
  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere, insbesondere bei:
    • Personen, die einer Risikogruppe angehören
      ODER
    • Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus
      ODER
    • Erhöhter Expositionswahrscheinlichkeit, bspw. im Rahmen eines möglichen Ausbruchs, bei Veranstaltungen mit > 10 Personen in geschlossenen und unzureichend durchlüfteten Räumen und unzureichender Anwendung der AHA+L-Regeln
      ODER
    • Kontakt im Haushalt oder zu einem Cluster von Personen mit einem Infekt der oberen Atemwege ungeklärter Ursache UND eine erhöhte COVID-19 7-Tages-Inzidenz im Land-/Stadtkreis
      ODER
    • während des Zeitraums der Symptomatik bestand die Möglichkeit (Expositionssetting) einer Weiterverbreitung an viele Personen
      ODER
    • weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen (als LehrerInnen, ChorleiterInnen, TrainerInnen, SexarbeiterInnen, etc.) oder zu Personen, die einer Risikogruppe angehören, (in Familie, Haushalt, Tätigkeit)
  • Klinische Verschlechterung bei bestehender Symptomatik

In der TestV sind die Kriterien für eine PCR-Untersuchung bei asymptomatischen Personen hinterlegt ausgeführt:

Übersicht über die Testkriterien

Bei Ausbruchsgeschehen erhalten Sie per Mail oder schriftlich einen Auftrag des Gesundheitsamts, den Sie bei der Testung vorlegen müssen.

Quarantäneverordnung Baden Württemberg:

Die aktuellen Quarantäneregeln entnehmen Sie bitte jeweils des neuesten Corona Verordnung BW

Wichtig für Sie und auch Ihren Arbeitgeber: Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird NUR ausgestellt, wenn Sie an Krankheitssymptomen leiden. Weitere Informationen entnehmen Sie diesem Dokument ->  AU vs. Quarantäne - Informationen der KVBW

Nutzen Sie die Warn-APP:

Unser Appell an Sie aus den Erfahrungen der letzten Wochen. Bei aller berechtigter Kritik - "unsere" Warn-APP funktioniert und die letzten Wochen haben gezeigt, dass mittels der Warn-APP wirkungsvoll Infektionsketten unterbrochen werden können. Nicht selten melden sich bei uns Patienten mit einer roten Anzeige der Warn-APP, der Test fällt positiv aus, obwohl sie noch keine Symptome zeigen. Im Wissen um die eigene Infektiosität kann so eine Ansteckung der Risikogruppen (ältere Familienangehörige, Verwandte / Freunde mit chronischen Vorerkrankungen) verhindert und damit Leben gerettet werden.


Erklärvideos zum neuartigen Coronavirus -> https://www.bzga-k.de/corona-faq-videos
Kindgerechtes Erklärvideo zum neuartigen Coronavirus -> https://www.meditricks.de/cke
(von unserem langjährigen Assistenzarzt Dr. med. Paul v. Poellnitz freundlicherweise zur Verfügung gestellt)
Hinweise zur häuslichen Quarantäne -> DEGAM SI Handlungsempfehlung
-> https://www.kbv.de/html/44680.php
Praktische Tipps zu COVID19 als Erklärvideos der Kassenärztichen Bundesvereinigung (KBV) -> https://www.kbv.de/html/44680.php#content46012


Wir bitten Patienten, die nur Befunde, Labor oder sonstige per Telefon abzuhandelnde Dinge mit einem Arzt besprechen wollen, um einen Rückruf zu bitten. Alternativ bieten wir Ihnen einen Termin in unserer Videosprechstunde an.


Dies ist der RSS-Feed des Robert Koch-Instituts zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2).
  • Fachgruppe – COVRIIN
    28. November 2021
    Die Fachgruppe Intensivmedizin, Infektiologie und Notfallmedizin (kurz: Fachgruppe COVRIIN) unterstützt und berät das Robert Koch-Institut bei übergeordneten Fachfragen im Management von COVID-19 Fällen. Die Fachgruppe besteht aus führenden Vertretern und Vertreterinnen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) , der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI) sowie des Ständigen Arbeitskreises der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB).
  • Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI
    26. November 2021
    Die Einstufung als Risikogebiet (Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet) erfolgt durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.
  • Anwendung der SARS-CoV-2 Varianten Nomenklatur der WHO durch das RKI
    26. November 2021
    Am 31. Mai stellte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine zusätzliche Nomenklatur für Virusvarianten von SARS-CoV-2 vor. Danach sollen Varianten, die nach WHO als Variant of Concern (VOC, besorgniserregende Variante) oder Variant of Interest (VOI, unter Beobachtung stehende Variante) gelten, nach Buchstaben des griechischen Alphabets benannt werden.
  • Information des RKI zur neuen besorgniserregenden Virusvariante Omicron (B.1.1.529)
    26. November 2021
    Auf einer Pressekonferenz des südafrikanischen Gesundheitsministeriums am 24.11.2021 wurde vom Nationalen Genomsurveillance Netzwerk über die Identifizierung  einer neuartigen SARS-CoV-2 Variante berichtet, die der Pangolin-Linie B.1.1.529 zugeordnet wird und im Kontext eines ungewöhnlich starken Anstieg der COVID-19 Fälle in der südafrikanischen Provinz Gauteng steht. Bisher gibt es ca. 70 Nachweise in Gauteng, zu der auch die Großstadt Johannisburg gehört. Weitere B.1.1.529-Genome wurden bisher aus Botswana (4) sowie Einzelfälle aus Israel (Reiseanamnese Malawi) und Hongkong (Reiseanamnese Südafrika) berichtet.
  • Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19
    26. November 2021
    Der Steckbrief beleuchtet wesentliche epidemiologische und Public Health-relevante Aspekte von COVID-19 und dem Erreger SARS-CoV-2. Er basiert auf der laufenden Sichtung der wissenschaftlichen Literatur, inklusive der methodischen Bewertung der entsprechenden Quellen.


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