Informationen zu SARS-Cov2 (neuartiges Coronavirus)


Liebe Patientin, lieber Patient,

wenn Sie grippale Beschwerden wie z.B. Husten, Fieber haben, ist es aktuell äußerst wahrscheinlich, dass Sie mit dem Coronavirus (SARS-CoV2) infiziert sind. Leider sind noch immer viele nicht geimpft und es kommt ohne jeglichen Schutz auch unter Omicron zu schwereren Verläufen und vielen Patienten mit anhaltenden beschwerden (LongCovid). Ohne Impfung gibt es nur eine sehr effektive Maßnahme zur Verhinderung einer Infektion mit dem SARS-CoV2 Virus: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske und Lüften (AHA+L). Da wir uns jedoch auch geimpft anstecken können, sind diese Maßnahmen auch MIT Impfschutz weiterhin einzuhalten. Eine konsequente Einhaltung schützt übrigens auch vor anderen Infekten, was wir an der ausgebliebenen Grippewelle 2021 und 2022 eindrucksvoll gesehen haben.

Die Infektion ist von den Symptomen her nicht einfach von einer Grippe oder einer harmlosen Erkältungskrankheit zu unterscheiden, manch einer hat gar keine Symptome, weshalb die Kosten für Schnelltests asymptomatischer Personen (sog. "Bürgertest") übernommen werden. Wichtig ist wie bislang auch schon, dass Sie mit einer Infektion nicht einfach in die Praxis kommen, sondern sich telefonisch melden, um einen Termin zu vereinbaren.

Weitere Informationen zum Verhalten im Falle einer Infektion finden Sie hier:

Zur Testung stehen die sog. Schnelltests und die aufwendigere PCR Testung über das Labor zur Verfügung.

  • Schnelltest / PoC: Das Ergebnis des Schnelltests innerhalb 15 Minuten zu Verfügung, da jedoch die Diagnose sehr abhängig ist, von der Menge des Materials und dem richtigen Ort des Abstrichs, sind diese nicht so empfindlich wie die PCR Untersuchung. Es gibt falsch positive, aber auch falsch negative Ergebnisse.
  • PCR: Der Abstrich wird hier in das Labor eingeschickt und die Erbinformation im Material vermehrt, sodass auch Spuren von SARS-CoV2 nachgewiesen werden können und auch eine Aussage über die Virenlast / Infektiösität getroffen werden kann. Es kann bis zum Eintreffen des Ergebnisses von 24h bis zu 72h dauern, je nach Auslastung der Labore.

Testkriterien für eine PCR-Untersuchung bei symptomatischen Personen (Quelle: RKI): 

  • Schwere respiratorische Symptome (bspw. akute Bronchitis oder Lungenentzündung, Atemnot oder Fieber)
  • Akute Störung des Geruchs- bzw. Geschmackssinns)
  • Ungeklärte Erkrankungssymptome und enger Kontakt mit bestätigter SARS-CoV-2 Infektion
  • Akute respiratorische Symptome jeder Schwere, insbesondere bei:
    • Personen, die einer Risikogruppe angehören
      ODER
    • Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus
      ODER
    • Erhöhter Expositionswahrscheinlichkeit, bspw. im Rahmen eines möglichen Ausbruchs, bei Veranstaltungen mit > 10 Personen in geschlossenen und unzureichend durchlüfteten Räumen und unzureichender Anwendung der AHA+L-Regeln
      ODER
    • Kontakt im Haushalt oder zu einem Cluster von Personen mit einem Infekt der oberen Atemwege ungeklärter Ursache UND eine erhöhte COVID-19 7-Tages-Inzidenz im Land-/Stadtkreis
      ODER
    • während des Zeitraums der Symptomatik bestand die Möglichkeit (Expositionssetting) einer Weiterverbreitung an viele Personen
      ODER
    • weiterhin enger Kontakt zu vielen Menschen (als LehrerInnen, ChorleiterInnen, TrainerInnen, SexarbeiterInnen, etc.) oder zu Personen, die einer Risikogruppe angehören, (in Familie, Haushalt, Tätigkeit)
  • Klinische Verschlechterung bei bestehender Symptomatik

In der TestV sind die Kriterien für eine PCR-Untersuchung bei asymptomatischen Personen hinterlegt ausgeführt:

Übersicht über die Testkriterien

Bei Ausbruchsgeschehen erhalten Sie per Mail oder schriftlich einen Auftrag des Gesundheitsamts, den Sie bei der Testung vorlegen müssen.

Quarantäneverordnung Baden Württemberg:

Die aktuellen Quarantäneregeln entnehmen Sie bitte jeweils des neuesten Corona Verordnung BW

Wichtig für Sie und auch Ihren Arbeitgeber: Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird NUR ausgestellt, wenn Sie an Krankheitssymptomen leiden. Weitere Informationen entnehmen Sie diesem Dokument ->  AU vs. Quarantäne - Informationen der KVBW

Nutzen Sie die Warn-APP:

Unser Appell an Sie aus den Erfahrungen der letzten Wochen. Bei aller berechtigter Kritik - "unsere" Warn-APP funktioniert und die letzten Wochen haben gezeigt, dass mittels der Warn-APP wirkungsvoll Infektionsketten unterbrochen werden können. Nicht selten melden sich bei uns Patienten mit einer roten Anzeige der Warn-APP, der Test fällt positiv aus, obwohl sie noch keine Symptome zeigen. Im Wissen um die eigene Infektiosität kann so eine Ansteckung der Risikogruppen (ältere Familienangehörige, Verwandte / Freunde mit chronischen Vorerkrankungen) verhindert und damit Leben gerettet werden.


Erklärvideos zum neuartigen Coronavirus -> https://www.bzga-k.de/corona-faq-videos
Kindgerechtes Erklärvideo zum neuartigen Coronavirus -> https://www.meditricks.de/cke
(von unserem langjährigen Assistenzarzt Dr. med. Paul v. Poellnitz freundlicherweise zur Verfügung gestellt)
Hinweise zur häuslichen Quarantäne -> DEGAM SI Handlungsempfehlung
-> https://www.kbv.de/html/44680.php
Praktische Tipps zu COVID19 als Erklärvideos der Kassenärztichen Bundesvereinigung (KBV) -> https://www.kbv.de/html/44680.php#content46012


Wir bitten Patienten, die nur Befunde, Labor oder sonstige per Telefon abzuhandelnde Dinge mit einem Arzt besprechen wollen, um einen Rückruf zu bitten. Alternativ bieten wir Ihnen einen Termin in unserer Videosprechstunde an.


Dies ist der RSS-Feed des Robert Koch-Instituts zu COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2).
  • Situationsbericht vom 16.8.2022
    16. August 2022
    Situationsbericht des Robert Koch-Instituts vom 16.8.2022 zu COVID-19
  • Situation report - 16 August 2022
    16. August 2022
    Situation report of the Robert Koch Institute COVID-19, 16.8.2022
  • COVID-19: Fallzahlen in Deutschland und weltweit
    16. August 2022
    Regionale Verteilung der COVID-19-Fälle weltweit
  • KROCO – Krankenhausbasierte Online-Befragung zur COVID-19-Impfung
    15. August 2022
    Die Arbeit im Gesundheitssektor ist seit dem Frühjahr 2020 stark von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen. Insbesondere das Krankenhauspersonal kommt vermehrt mit SARS-CoV-2 in Kontakt und ist im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt. Dadurch kann Klinikpersonal ungewollt zur Quelle von nosokomialen Infektionen und Ausbrüchen in Krankenhäusern werden. Weiterhin wird Krankenhauspersonal in der Bevölkerung als Gesundheitsexpert:innen wahrgenommen und hat eine Vorbildfunktion für das Gesundheitsverhalten. Für den Erfolg der COVID-19-Impfstrategie kommt dem Krankenhauspersonal daher eine entscheidende Bedeutung zu.
  • Situationsbericht vom 15.8.2022
    15. August 2022
    Situationsbericht des Robert Koch-Instituts vom 15.8.2022 zu COVID-19


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